Auswertung der Umfrage über den momentanen Zustand der Aschaffenburger Schulen

I. Art und Umfang der Umfrage

Im Rahmen dieser Umfrage wurde untersucht, wie die Befragten ihre Schule sehen. Die Umfrage wurde durch Briefbefragung und das Internet durchgeführt.

Es wurde jede Schulleitung in Aschaffenburg angeschrieben und gebeten zum Zustand ihrer Schule Stellung zu nehmen.
Bis zum Ende der Erhebung Anfang November 2011 gingen insgesamt 69 Bögen von 16 unterschiedlichen Schulen in Aschaffenburg in die Auswertung ein. Geantwortet haben neben einigen Schulleitern und Elternbeiräten vor allem auch Lehrer, Schüler und deren Eltern.

Es wurde ein dreiseitiger Fragebogen verwendet, der zum großen Teil geschlossene Fragen beinhaltet. Die offene Anfangs- und Abschlussfrage und die Möglichkeit neben den geschlossenen Fragen Bemerkungen abzugeben, komplettieren den Umfragebogen.

Insgesamt beinhaltet der Fragebogen 13 Fragen, deren inhaltliche Schwerpunkte der allgemeine Zustand der Schulen und die wahrgenommenen Defizite sind.

Judith Gerlach JU Aschaffenburg

II. Ergebnisse aus der Befragung

1. Friedrich-Dessauer-Gymnasium

Für das Friedrich-Dessauer-Gymnasium haben die Schulleitung, der Elternbeirat und der/die Hausmeister(in) den Fragebogen beantwortet. Was bauliche Probleme anbelangen, so wurden die fehlende Klimatisierung und Beschattung vor allem im Neubau bemängelt, wobei letzteres darauf zurückzuführen ist, dass die angebrachten Jalousien die Wärmeeinstrahlung im Sommer nicht ausreichend abhalten können. In den Klassenräumen des „alten Pavillons“ ist es im Winter kalt und zugig, sodass die Heizung Tag und Nacht laufen muss. Außerdem wurde angemerkt, dass der Aufzug im Schulgebäude nicht bis in den Keller geht, in dem sich die Putzräume befinden.
Der energetische Zustand des Schulgebäudes wurde als befriedigend beurteilt, wovon der Pavillon aber ausgenommen werden muss, da er sich in einem mangelhaften energetischen Zustand befindet. Die Fenster der Klassenzimmer werden allgemein als zufrieden stellend beurteilt. Nach Angabe der Befragten gibt es allerdings im Altbau keine Oberlichter und im Neubau nur solche, die sich mechanisch öffnen lassen, wofür die Lehrer und Schüler auf Stühle klettern müssen. Dies stellt eine große Unfallgefahr dar, ebenso wie die Schiebefenster im Flurbereich, die nicht ausreichend gesichert sind („Herausfallschutz“).
Die Heizungsanlage des Gymnasiums ist 10-15 Jahre alt. Die meisten Toiletten sind überaltert, aber funktionsgerecht, teilweise aber auch sanierungsbedüftig. Es besteht jedoch Bedarf an mehr Mädchentoiletten.
Die Außenanlagen und der Pausenhof sind nach Angabe der Befragten dringend gestaltungsbedüftig, weil sie überaltert sind und den geänderten Anforderungen (gewachsene Schülerzahl; längere Schulzeiten durch G 8) nicht mehr genügen. Außerdem existiert keine Ausleuchtung auf dem Pausenhof. Der Zustand der Sportanlagen wird zwar als sehr gut eingeschätzt, allerdings genügen die Sportanlagen nicht für den Bedarf des Friedrich-Dessauer-Gymnasiums. Es wird der, seit Jahrzehnten, genehmigte Bau einer Dreifachturnhalle gefordert.
Die Ausstattung der Klassenräume mit Mobiliar und mit EDV wird als gut bewertet, aber teilweise für ergänzungsbedürftig gehalten. Aufgrund der gestiegenen Schülerzahlen reichen die Computerräume nicht mehr aus, weshalb die Befragten einen 4. Computerraum für notwendig erachten. Die Ausstattung des Gymnasiums mit modernen Lehrmitteln wird als deutlich lückenhaft gesehen. An der Schule besteht derzeit erheblicher zusätzlicher Raumbedarf. Der von der Regierung von Unterfranken genehmigte Erweiterungsbau mit sieben Klassenzimmern und sechs zusätzlichen Fachräumen wird von den Befragten als dringend notwendig erachtet.
Als vorrangig notwendige Maßnahmen am Friedrich-Dessauer-Gymnasium wurden der Bau einer zusätzlichen Turnhalle, sowie das Schaffen neuer Fachräume und die Aufstockung mit modernen Lehrmitteln genannt.

2. Real- und Wirtschaftsschule Kraus

Der Zustand der Real- und Wirtschaftsschule Kraus wurde von der Schulleitung, dem Elternbeirat und dem/der Hausmeister/in beurteilt. Als schwerwiegendste bauliche Mängel wurden der fehlende Sonnenschutz im 2. Obergeschoss und die ausbaufähige Wärmedämmung genannt. Der energetische Zustand des Gebäudes wird als befriedigend und die Fenster der Kassenzimmer als zufrieden stellend beurteilt, wobei eine Nachrüstung mit Thermoglas/Thermotechfolie gewünscht wird. Die Heizungsanlage ist älter als 15 Jahre und hat hohe Wärmeverluste zu verzeichnen. Die Funktionsfähigkeit ist aber derzeit durch einen neuwertigeren Brenner sichergestellt. Die Toiletten der Schule sind funktionsgerecht, aber teilweise über 30 Jahre alt und daher sanierungsbedürftig. Die Außenanlage der Schule ist in gutem Zustand. Die Schule verfügt jedoch über keine eigenen Sportanlagen. Die Ausstattung der Klassenräume mit Mobiliar wird als gut bewertet, die Ausstattung mit EDV ist ergänzungsbedürftig. Nach Angabe der Befragten sind genügend moderne Lehrmittel an der Schule vorhanden. Es besteht aber zusätzlicher Raumbedarf an der Wirtschaftsschule. Am dringlichsten sind dabei Fachräume für Physik/Chemie und Ernährung, sowie eine Sporthalle, die in der Nähe der Schule gelegen ist.

3. Karl-Theodor-v.-Dalberg-Gymnasium

Die Schulleitung, der Elternbeirat und der/die Hausmeister/in haben die Umfrage für das Dalberg-Gymnasium beantwortet. Was bauliche Mängel an der Schule anbelangen, so wurden vor kurzem verschiedene Schäden am Dach festgestellt, die dringend behoben werden müssen, außerdem müssten Ausbesserungen an den Wänden vorgenommen werden. Der energetische Zustand wird als befriedigend eingestuft. Die Fenster der Schule sind aus Holz und weitgehend zufrieden stellend, aber überaltert und sind nicht mit Isolierglas ausgestattet. An dem Gymnasium existieren zwei Heizkessel, wovon der eine 2008 erneuert wurde und der andere schon über 15 Jahre alt ist. Letzterer ist kurz vor dem Durchrosten und muss erneuert werden, da im Winter ein Heizkessel für die komplette Schule nicht ausreicht. Was die Heizkörper betrifft, so funktionieren einige überhaupt nicht, andere werden viel zu heiß. Die Toiletten an der Schule sind überaltert, aber funktionsgerecht, teilweise jedoch sanierungsbedürftig (auch die Wasserleitungen). Die Außenanlagen und der Pausenhof befinden sich in guten Zustand, ebenso die Sportanlagen. Letztere werden aber als ergänzungsbedürftig betrachtet. Die Ausstattung mit Mobiliar in den Klassenzimmern ist zufrieden stellend und teilweise bereits erneuert, in manchen Zimmern jedoch veraltet und erneuerungsbedürftig. Beispielhaft wird dabei eine altersgerechte Bestuhlung genannt. Die Ausstaffierung mit EDV und modernen Lehrmittel wird als deutlich lückenhaft und ergänzungsbedürftig erachtet. Vor allem fehlt es an Whiteboards und an fest installierten Beamern in den Klassenräumen. Die Raumsituation am Dalberg-Gymnasium ist nach Angabe der Befragten kritisch, da bereits im laufenden Schuljahr kein Ausweichraum zur Verfügung steht und im kommenden Schuljahr voraussichtlich sogar Klassenräume fehlen werden. Die Lösung des Platzproblems an der Schule hat für die Befragten höchste Priorität, daneben die bessere Ausstattung der Klassenzimmer, sowie die Dachsanierung.

4. Erthal-Volksschule (Grundschule)

Der Fragebogen wurde für die Erthal-Volksschule von der Schulleitung beantwortet. Der energetische Zustand der Grundschule wird als befriedigend bewertet. Die Fenster sind im Altbau zufrieden stellend und im Neubau undicht. Die Heizungsanlage besteht aus zwei Heizkesseln, die zwischen 10-15 und über 15 Jahre alt sind. Die Toiletten der Schule sind überaltert, aber funktionsgerecht. Der Zustand der Außenanlagen und des Pausenhofs wird von der Schulleitung als gut bewertet. Ebenso die Sportanlagen, die auch in ausreichendem Maße vorhanden sind. Die Ausstattung der Klassenzimmer mit Mobiliar wird als gut beurteilt und auch EDV ist in zufrieden stellendem Maße vorhanden, mit der Einschränkung, dass in den Klassenzimmern kein Internetanschluss vorhanden ist. Auch die Ausstattung mit modernen Lehrmitteln ist zufrieden stellend. Die Raumsituation wird als gerade befriedigend eingeschätzt. Als vorrangige Maßnahmen, die an der Grundschule ergriffen werden müssten, sind zum einen ein neuer Anstrich für die Wände in den Klassenzimmern und Fluren, zum anderen die Erneuerung der Fenster im Neubau und der Heizungsanlage.

5. Maria-Ward-Schule (Gymnasium und Realschule)

Der Fragebogen wurde im Hinblick auf die Maria-Ward-Schule vom Schulträger und der Vorsitzenden des Elternbeirates beantwortet.
Den energetischen Zustand bewerteten beide Befragten als sehr gut hinsichtlich des Hauptgebäudes am Brentanoplatz und als mangelhaft was das Gebäude in der Schweinheimer Straße (Kollegstufengebäude) betrifft. Die Kassenzimmerfenster sind nach Angabe der Befragten im Hauptgebäude neuwertig und schließen gut, im Kollegstufengebäude sind die Fenster zwar dicht, aber veraltert.
Die Heizungsanlage im Hauptgebäude ist neuwertig, dafür existiert die Heizungsanlage im Kollegstufengebäude schon seit 35 Jahren. Die Toiletten der Schule werden als in Ordnung eingestuft und auch die Außenanlagen befinden sich in gutem Zustand. Sportanlagen sind in ausreichendem Maße vorhanden und deren Zustand wird als befriedigend eingeschätzt. Die Ausstattung der Klassenräume mit Mobiliar wird als zufriedenstellend bewertet, wobei aber die Tische und Stühle für erneuerungsbedürftig gehalten werden, da sie teilweise unterschiedlich hoch sind und nicht höhenverstellbar sind. Der Schulträger sieht die EDV-Ausstattung der Klassen als ergänzungsbedürftig und die Ausstattung mit modernen Lehrmitteln als deutlich lückenhaft an. Die Vorsitzende des Elternbeirates bewertet die EDV-Ausstattung als ungenügend, weil in den Klassenräumen weder Internetanschluss noch PCs zur Verfügung stehen. Nach ihren Angaben sind auch moderne Lehrmittel kaum vorhanden, da keine Whiteboards und kaum Beamer existieren. Die Raumsituation an der Maria-Ward-Schule wird momentan als gut empfunden.
Im Hinblick auf zukünftige Maßnahmen an der Maria-Ward-Schule hätte ein Brandschutzkonzept und Brand- und Rauchabschlusstüren in den Treppenhäusern höchste Priorität, danach wurde die EDV-Ausstattung genannt.

6. Schönberg-Volksschule (Mittelschule)

Neben der Schulleitung haben einige Lehrer/innen für die Schönbergschule den Fragebogen ausgefüllt. Als gravierendste bauliche Mängel wurden das undichte Dach, die Heizungsanlage und die undichten Fenster genannt. Der energetische Zustand wird als mangelhaft beurteilt. Die Fenster sind überaltert, schwer zu betätigen und schließen nicht mehr richtig. Die teilweise cm-dicken Spalten zwischen den Fensterrahmen und die fehlende Isolierung haben zur Folge, dass viel Heizungsluft nach außen entweichen kann und Zugluft ins Innere der Klassenräume kommt. Die Heizungsanlage ist über 15 Jahre alt und nach Angabe der Schulleitung in einem Zustand, der jederzeit einen Totalausfall befürchten lässt. Auch die Regulierung der Heizkörper funktioniert nicht mehr. Im Sommer ist es in den Klassenräumen zu heiß und im Winter zu kalt. Auch die Toiletten der Schule sind dringend sanierungsbedürftig. Die Außenanlagen und der Pausenhof sind, was das Platzangebot anbelangt, zufrieden stellend, jedoch wegen fehlender Möglichkeiten für „bewegte“ Pausenaktivitäten, wenig ansprechend und dringend gestaltungsbedürftig. Ergänzungsbedürftig sind auch die Sportanlagen, von denen vor allem das Schwimmbad dringend saniert werden müsste. Das Schwimmbad ist häufig außer Betrieb, sodass keine durchgängige Nutzung möglich ist. Die Ausstattung der Klassenräume mit Mobiliar ist teilweise zufrieden stellend, in einigen Punkten aber absolut erneuerungsbedürftig. Dabei wurden vor allem die veralteten Schränke und Tische (von 1976; nur Tischplatten wurden ausgetauscht) genannt. Teilweise fehlen die Schranktüren komplett oder die Scharniere sind defekt (betrifft auch die Geräteschränke in der Turnhalle). Die Ausstattung der Klassen mit EDV ist nach Angabe der Befragten ungenügend und lässt kein zeitgemäßes Unterrichten zu. Nur in wenigen Klassenzimmern und Fachräumen befindet sich ein Computer und die vorhandenen Rechner sind veraltet. Vor allem für die Recherchearbeiten der M-Klassen ist das Vorhandensein genügender Computer unerlässlich. Moderne Lehrmittel sind an der Mittelschule bis auf einen portablen Beamer und einzelne Fernsehgeräte, nicht vorhanden. Es besteht außerdem zusätzlicher Raumbedarf an der Schule. Dabei wird vor allem angemerkt, dass kein Physikraum, Kunst-, Mehrzweck- oder Textilarbeitsraum existiert, sowie kein Elternsprechzimmer. Eine zweite Küche wäre zur Entlastung des Stundenplans nötig und eine Küchenzeile für den Pausenverkauf der Schüler/innen wünschenswert.
Die Schönberg-Volksschule weist einige bauliche Mängel und Defizite bei der Ausstattung auf. Als vorrangige Maßnahmen, die ergriffen werden müssen, wurden die Heizungsanlage, die Fensterdämmung und die Toiletten genannt.

7. Strietwaldschule (Grundschule)

Die Schulleitung und der /die Hausmeister/in beantworteten den Fragebogen für die Strietwaldschule. Der energetische Zustand der Schule wurde als gut bewertet. Die Fenster in den Klassenzimmern sind überaltert, nur einfach verglast und schließen teilweise nicht dicht ab. Die Heizungsanlage der Grundschule ist 5-10 Jahre alt, wobei zwei Heizkessel schon älter sind und an der Heizanlage der Turnhalle Erneuerungsbedarf besteht. Als überaltert, aber funktionsgerecht werden die Toiletten der Schule bewertet. Die Außenanlagen und der Pausenhof sind in gutem Zustand, ebenso wie die Sportanlagen, die auch in ausreichendem Maße vorhanden sind. Die Ausstattung der Klassenräume ist nach Angabe der Befragten zufrieden stellend. Mit EDV und modernen Lehrmitteln sind die Klassen sehr gut ausgerüstet. Die Raumsituation an der Grundschule ist gerade befriedigend, wobei der Schule bei Bedarf Ausweichräume fehlen. Aus Sicht der Befragten wäre die Reparatur der Eingangstüre am dringendsten, da sich die Tür verzogen hat und nicht mehr dicht abschließt, was zu Energieverlusten führt. Außerdem wäre die Sanierung der Fenster und der Toiletten nötig.

8. Comenius-Schule (Förderzentrum)

Der Zustand der Comenius-Schule wurde von der Schulleitung, dem Elternbeirat und dem/der Hausmeister/in beurteilt. Die gravierendsten baulichen Mängel sind die alten, undichten Fenster, die veraltete Küche und die Tatsache, dass es keinerlei energiesparende Dämmung an den Wänden gibt. Der energetische Zustand der Schule wird daher auch als mangelhaft bewertet. Die Heizungsanlage ist älter als 15 Jahre, weshalb es immer wieder zu Problemen mit der Warmwasser-Versorgung kommt. Die Schülertoiletten sind nach Angabe der Befragten neuwertig und in gutem Zustand, die Personaltoiletten sind veraltet. Die Außenanlagen und der Pausenhof sind in gutem Zustand, ebenso die Sportanlagen, die auch in ausreichendem Maße vorhanden sind. Die Ausstattung der Klassenzimmer mit Mobiliar ist teilweise erneuerungsbedürftig. Mit EDV sind die Klassen in zufrieden stellendem Maße ausgestattet. Moderne Lehrmittel stehen aber kaum zur Verfügung. An der Comenius-Schule besteht erheblicher zusätzlicher Raumbedarf. Die Klassenzimmer sind zu klein, weil sie ursprünglich für eine kleinere Personenzahl konzipiert waren. Außerdem sind nicht genügend Therapieräume vorhanden. Für die Befragten haben die Sanierung der Fenster, der Heizung und die Erneuerung der Schulküche Priorität.

9. Brentano-Volksschule (Grundschule)

Die Schulleitung und der Elternbeirat beantworteten den Fragebogen in Bezug auf die Brentano-Grundschule. Was bauliche Probleme anbelangt, so wurden Risse in den Fluren, im Treppenhaus und in vereinzelten Zimmern bemängelt. Seit dem Schulhausbau wurde kein neuer Anstrich mehr vorgenommen, den die Klassenräume nun aber benötigen. Außerdem sind teilweise die Wasserleitungen nicht mehr dicht, was zu Wasserschäden und Schimmelsporen geführt hat (vor allem an der Decke „Parkdeck“). Der energetische Zustand der Schule wird als gut bezeichnet. Die Fenster des Gebäudes sind in einem zufrieden stellenden Zustand und schließen gut. Die Heizungsanlage der Grundschule ist nach Angabe der Schulleitung über 15 Jahre alt. Die Toiletten sind laut Elternbeirat weitgehend in Ordnung. Teilweise gibt es aber undichte Wasserleitungen, die dringend sanierungsbedürftig sind. Die Außenanlagen und der Pausenhof sind seit der Neugestaltung 2008 in gutem Zustand. Vom Elternbeirat werden Ruheinseln, Sonnenschutz und mehr Grünflächen gewünscht. Die Sportanlagen befinden sich in gutem Zustand und sind auch in ausreichendem Maße vorhanden. Die Ausstattung der Klassenräume mit Mobiliar ist gut. Die mit dem Schuletat finanzierte Neumöblierung wird stückweise fortgeführt. Als Nächstes sollen neue Schülertische angeschafft werden. Die EDV-Ausstattung ist ergänzungsbedürftig. Allerdings gibt die Schulleitung zu bedenken, dass nicht genügend Platz für die Rechner in den Räumen vorhanden ist und es an der Schule auch keinen Systembetreuer gibt. Moderne Lehrmittel sind an der Brentano-Grundschule bis auf einen Beamer nicht vorhanden. Es besteht zusätzlicher Raumbedarf, da alle 12 Klassenzimmer belegt sind und es an Fachräumen, wie auch an einem Computerraum fehlt. Am dringlichsten zu beheben sind die baulichen Mängel, wie die Risse in den Wänden, ein neuer Anstrich und die undichten Wasserleitungen. Zudem wird die finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung der Schülertische gewünscht.

10. Brentano-Volksschule (Mittelschule)

Der Fragebogen wurde für die Brentano-Mittelschule von der Schulleitung und dem/der Hausmeister/in beantwortet. Der energetische Zustand der Schule wird als sehr gut bewertet. Die Fenster sind neuwertig und schließen gut. Auch die Heizungsanlage ist neuwertig. Die Toiletten der Schule sind überaltert, aber funktionsgerecht. Der Zustand der Außenanlagen und des Pausenhofs wird von der Schulleitung als sehr gut bewertet. Ebenso die Sportanlagen, die auch in ausreichendem Maße vorhanden sind. Die Ausstattung der Klassenzimmer mit Mobiliar wird als gut beurteilt und auch EDV ist in genügendem Maße vorhanden, mit der Einschränkung, dass in den Klassenzimmern kein Internetanschluss vorhanden ist. Auch die Ausstattung mit modernen Lehrmitteln ist gut. Die Raumsituation wird bisher als noch gut eingeschätzt. Allerdings bestehen keine Räume für Mittagsbetreuung, im Hinblick auf die eventuell kommende Ganztagsschule.
Vorrangige Maßnahmen, die an der Grundschule ergriffen werden müssten, sind zum einen ein neuer Anstrich für die Wände in den Klassenzimmern und Fluren, zum anderen neue Möbel für die Schulküche und ein größeres Lehrerzimmer.

11. Hefner-Alteneck-Volksschule (Grund- und Mittelschule)

Für die Hefner-Alteneck-Schule kamen Fragebögen von der Schulleitung, den beiden Elternbeiräten und des/der Hausmeisters/in zurück. Bauliche Mängel liegen unter anderem an der Gebäudefassade vor, deren MDF-Platten von der Witterung beschädigt und deren Befestigungsschrauben verrostet sind. Zudem ist der Pausenhof in der Außenstelle Hockstraße nicht befestigt. Der energetische Zustand der Schule wird als gut beurteilt und auch die Fenster sind zufriedenstellend. Die Heizungsanlage des Gebäudes ist 10-15 Jahre alt. Zufriedenstellend sind auch die Toiletten, sowie die Außenanlagen und der Pausenhof der Schule. Die Sportanlagen sind zwar ergänzungsbedürftig, aber in gutem Zustand. Die Klassenräume sind in zufrieden stellendem Maße mit Mobiliar ausgestattet, es steht jedoch nicht genügend EDV zur Verfügung, welches ergänzungsbedürftig wäre. Auch die Ausstattung mit modernen Lehrmitteln ist an der Schule kaum vorhanden. Zudem besteht erheblicher zusätzlicher Raumbedarf an der Hefner-Alteneck-Schule. Höchste Priorität zukünftiger Maßnahmen haben die Sanierung der Außenfassade, die Befestigung des Pausenhofs (Hockstr.) und die Ausstattung der Klassenzimmer mit zeitgemäßen Lehrmitteln.

12. Staatliche Berufsschulen I und II

Da die Bausubstanz der Berufsschulen identisch ist, wurde der Fragebogen für beide Schulen gemeinsam von der Schulleitung und dem Hausmeister beantwortet. Was die baulichen Mängel anbelangt, so bedürfen die gesamten Gebäudeteile einer Generalsanierung. Der energetische Zustand der Schulen wird als mangelhaft beurteilt. Die Fenster sind undicht und die Heizungsanlage ist älter als 15 Jahre, wobei sie erst 2010 erneuert wurde. Die Toiletten im Anbau fan-Arena (Berufsschule II) und die sanierten Toiletten in der Berufsschule I sind in Ordnung. Die übrigen Toiletten sind überaltert, aber funktionsgerecht. Die Außenanlagen und der Pausenhof sind teils in gutem Zustand und teils zufriedenstellend. Die ausreichend vorhandenen Sportanlagen befinden sich in sehr gutem Zustand. Auch die Ausstattung der Klassenräume mit Mobiliar ist gut und die mit EDV sogar sehr gut. Nach Angabe der Befragten müsste die EDV-Ausstattung aber in Fachräume integriert werden.
Ebenso gut gerüstet sind die Schulen mit modernen Lehrmitteln. Die Raumsituation in der Berufsschule I ist momentan sehr gut, in der Berufsschule II besteht aber erheblicher zusätzlicher Raumbedarf. Die Schulleitung hat sich auf keine besonderen dringlichen Maßnahmen festgelegt, sondern will dies im Rahmen einer Generalsanierung klären.

13. Schiller-Volksschule (Grundschule)

Der Fragebogen wurde von der Schulleitung und dem Elternbeirat beantwortet, die die Toiletten der Schule als gravierendsten baulichen Mangel ansehen. Der energetische Zustand des 1952 erbauten Schulgebäudes ist mangelhaft, da Fassade und Dach nicht gedämmt sind und hohe Heizkosten verursacht werden. Die Fenster der Klassenzimmer sind überaltert und teilweise undicht. Die Heizungsanlage hat einen 5-10 Jahre alten Kessel und einen, der schon über 15 Jahre alt ist. Die über 30 Jahre alten Toiletten der Grundschule stellen ein großes Problem dar und sind dringend sanierungsbedürftig. Nach Angabe des Elternbeirats ist die Geruchsbelästigung, die von den veralteten Anlagen ausgeht, selbst bei geöffneten Fenstern enorm und dürfte im Winter das Zumutbare übersteigen. Die Außenanlagen und der Pausenhof sind in gutem Zustand. Der Pausenhof sollte aber aus Sicherheitsgründen von den parkenden Autos befreit werden, die teilweise aus Parkplatzmangel die auf dem Boden eingezeichneten Spiele zuparken. Die Sportanlagen sind in gutem Zustand und auch in ausreichendem Maße vorhanden. Nachdem die Tische und Stühle in den Kassen mehr als 30 Jahre alt sind und mittlerweile erhebliche Gebrauchsspuren aufweisen, ist das Mobiliar der Räume erneuerungsbedürftig. Die Ausstattung der Klassen mit EDV ist ergänzungsbedürftig, weil zwei Computer pro Klassenzimmer keinen Computerkurs ermöglichen und die Schüler dafür extra auf die Strietwaldschule ausweichen müssen. Die Ausstattung mit modernen Lehrmitteln ist aber in zufriedenstellendem Maße vorhanden. Die Grundschule hat zusätzlichen Raumbedarf wegen der Mittagsbetreuung, weshalb der Elternbeirat vorschlägt, Platz durch einen Umbau der Terrasse zu einem Wintergarten zu schaffen.
Der dringendste Handlungsbedarf besteht nach Angabe der Befragten bei der Toilettenanlage. Aber auch die Schaffung von zusätzlichem Raum und die energetische Sanierung des Schulgebäudes, sowie die Erneuerung des Mobiliars sind Maßnahmen, die ergriffenen werden müssten.

14. Dalberg-Volksschule (Grundschule)

Die Schulleitung hat den Zustand der Dalberg-Grundschule bewertet. Die Fenster der Klassenzimmer sind zufriedenstellend und die Toiletten sind in Ordnung. Die Außenanlagen und der Pausenhof sind in guten Zustand. Auch der Zustand der Sportanlagen ist sehr gut, allerdings besteht mehr Bedarf, weil für zwei Schulen nur eine Halle und ein Gymnastikraum vorhanden sind. Die Ausstattung der Klassenräume mit Mobiliar ist zufriedenstellend, die EDV-Ausstattung ist ergänzungsbedürftig. Die Grundschule ist zufriedenstellend mit modernen Lehrmitteln ausgestattet. Es besteht zusätzlicher Raumbedarf, weil Kursräume und Aufenthaltsräume für die Ganztagsbetreuung fehlen. Höchste Priorität hat, nach Angabe der Schulleitung, der Bau einer Turnhalle.

15. Kronberg-Gymnasium

Reges Interesse an der Umfrage zeigten 18 Schüler/innen und die komplette Klasse 7a, der Elternbeirat und 5 Elternteile, 10 Lehrer/innen und die Schulleitung, die den Fragebogen zur Auswertung zurückgaben. Am Kronberg-Gymnasium besteht massiver Grundsanierungsbedarf, sodass man die schwerwiegendsten baulichen Mängel kaum einzugrenzen vermag.
Der energetische Zustand des Schulgebäudes wird allgemein als mangelhaft beurteilt. Es existiert keinerlei Wärmedämmung, noch nicht einmal Wärmedämmungsfolien an den Fensterscheiben. Die Befragten berichten von großer Hitze im Sommer und extremer Kälte im Winter, sodass die Schüler/innen teilweise mit Mänteln in den Klassenräumen sitzen müssen. Die Fenster der Klassenzimmer sind völlig überaltert und viele schließen nicht mehr dicht ab, bzw. lassen sich überhaupt nicht mehr richtig abschließen, sodass Zugluft in die Räume dringen kann.

Beim Lüften lassen sich die Fenster zum Teil nicht richtig arretieren oder hängen leicht aus, was jedes Mal Gefahren für die Schüler/innen birgt. Viele Jalousien an den Fenstern sind entweder kaputt, oder lassen sich nur mit einem Spezialschlüssel bedienen, der oft nicht verfügbar ist, wenn er gebraucht wird. Die Heizkörper und die Leitungen der Heizungsanlage sind über 30 Jahre alt. Der eigentliche Brenner der Anlage ist aber relativ neu, trotzdem ist es schon zum Totalausfall der Heizung gekommen. Die Heizkörper lassen sich in vielen Zimmern nicht vernünftig regulieren, sodass einige Räume immer kalt bleiben und andere durch Fensterlüften heruntergekühlt werden müssen. Der Zustand der Toiletten wurde von einem/r Befragten wie folgt beschrieben: „Man kann nicht auf Toilette gehen, ohne würgen zu müssen.“

Die Toiletten im Erdgeschoss wurden bereits renoviert und sind voll funktionsfähig. Im 1. bis zum 3. Stock gehen aber die Spülungen und Wasserhähne häufig nicht und es stinkt oft sehr penetrant auf den Toiletten. Die Wasserrohre sind allgemein marode, was schon zu Rohrbrüchen führte und die Wasserversorgung in der Schule für Stunden abgestellt werden musste. Gerade die befragten Schüler/innen beurteilen den Zustand der Außenanlagen und des Pausenhofs als gut bzw. zufriedenstellend. Die Schulleitung und einige Lehrer sehen aber dringenden Sanierungsbedarf, was den Belag des Pausenhofs anbelangt. Dieser ist seit 1968 nicht mehr ausgewechselt worden und es besteht gerade bei Regen oder Schnee eine große Rutschgefahr. Vereinzelt sind auch Platten locker und erweisen sich als gefährliche Stolperfallen. Die Sportanlagen sind nach Angabe der Befragten in ausreichendem Maße vorhanden und ihr Zustand wird als gut bis sehr gut bewertet.

Die Ausstattung der Klassenräume mit Mobiliar ist zum Teil erneuerungsbedürftig. Vor allem die Physiksäle (E 35, 26) sind in desolatem Zustand und müssen dringend mit neuem Mobiliar ausgestattet werden. Die Tische und Sitzreihen aus dem Jahr 1968 sind größtenteils kaputt und sehr heruntergekommen. Wünschenswert wäre außerdem die Erweiterung von Fachraum E 30 auf Kosten von E 29, damit auch Klassen mit mehr als 20 Schülern/innen dort Platz finden. Die Klassenzimmer sind allgemein sehr veraltet. Von den Wänden blättert teilweise der Putz ab und es haben sich Risse gebildet. Zu bedenken ist auch, dass in den Wänden Asbest verbaut wurde, der zu Gesundheitsschäden führen kann, wenn sich Löcher in der Wand befinden und der Stoff austreten kann. Zudem befinden sich teilweise Wasserflecken und Schimmelsporen an den Wänden. Es wurde außerdem von losen Abdeckungen der Stromkabelschächte und Leuchten in den Klassenräumen berichtet, die auch zum Teil schon von der Decke fielen.

Die EDV-Ausstattung wird von den Befragten hauptsächlich für ergänzungsbedürftig gehalten. Abgesehen von den bestehenden Computerräumen, stehen für Internetrecherchen sonst keine PCs zur Verfügung. Wünschenswert wäre ein weiterer Computerraum, um dem Bedarf gerecht zu werden. Viele Computer sind außerdem überaltert und stürzen häufig ab.
Die Ausstattung mit modernen Lehrmitteln wird von den Befragten teilweise sehr unterschiedlich gesehen. Der Bestand der bestehenden Lehrmittel müsste aber auf jeden Fall erneuert bzw. aufgestockt werden. Pro Stockwerk existieren nur ca. zwei portable Beamer, die vor Gebrauch reserviert werden müssen. Nur ein Raum hat einen fest installierten Beamer, der jedoch defekt ist. Whiteboards existieren offensichtlich überhaupt nicht an dem Gymnasium. Die Tafeln sind veraltet und teilweise unbrauchbar und es wird mit Atlanten und Karten aus der DDR-Zeit und 40 Jahre alten Bibeln gearbeitet.

Am Kronberg-Gymnasium besteht außerdem erheblicher zusätzlicher Raumbedarf. Zum einen hat die Übernahme der Einführungsklassen zu Platzmangel geführt, zum anderen fehlt es aber generell an Fachräumen, vor allem für die naturwissenschaftlichen Fächer. Dass ein Mangel an Klassenräumen besteht, sieht man schon daran, dass teilweise Mathematikunterricht in den Kunsträumen unterrichtet wird und der Fachraum für Geographie in ein Klassenzimmer umfunktioniert wurde. Zudem existiert weder ein Raum für die Oberstufe, um Organisatorisches zu besprechen, noch ist das Lehrerzimmer groß genug, dass jeder Lehrer einen Sitzplatz findet.

Die Raumnot macht sich auch dadurch bemerkbar, dass die Schüler/innen in der Mittagspause ihre Hausaufgaben auf dem Boden der Aula machen müssen, da es nicht genügend Sitzplatzmöglichkeiten gibt, geschweige denn ausreichend Aufenthaltsräume. Deshalb besteht auch großes Interesse am Bau einer Mensa. Bisher müssen die Schüler/innen in ihrer kurzen Mittagspause zur in der Nähe gelegenen Landratsamtkantine um ein Mittagessen zu bekommen, das sie dann mangels Räumlichkeit in einem dafür provisorisch eingerichteten Klassenzimmer oder auf dem Boden der Aula einnehmen müssen. In Zeiten von G 8 und der damit verbundenen langen Unterrichtsdauer ist eine derartige Mittagsversorgung nicht mehr angemessen.
Das Kronberg-Gymnasium hat einige erhebliche Mängel zu verzeichnen.

Die Befragten haben sich aber dafür ausgesprochen, zunächst einmal das Problem mit den Toiletten anzugehen und das Mobiliar der Physikräume zu erneuern. Vorrangig sind außerdem die Renovierung der Klassenzimmer und dabei vor allem die Erneuerung der maroden Fenster und der Bau einer Mensa.

16. Staatliche Realschule für Mädchen/ Knaben Aschaffenburg

Die Schulleitung hat als Reaktion auf die Umfrage mitgeteilt, dass sich die Realschule in gutem Zustand befindet, weil die Anbau-, Umbau- und Renovierungsarbeiten an den Gebäuden der beiden staatlichen Schulen gerade abgeschlossen wurden.

Besuch im Bayernhafen Aschaffenburg

Hoher Besuch aus München reiste am 9. Februar nach Aschaffenburg. Anlässlich einer Hafenbesichtigung wurde Staatssekretär Gerhard Eck von Winfried Bausback, TeilnehmerInnen der CSU-Fraktion und des CSU-Kreisverbandes, der Hafendirektor Wolfgang Filippi und Mitarbeiterin Angelika Sander in Aschaffenburg begrüßt.
In drei Schritten wurde ein grober, aber sehr informativer und anschaulicher Einblick in die Arbeit und Aufgabe des Aschaffenburger Hafens gewährt.

Zunächst wurde der „bayernhafen Aschaffenburg“ als dynamischer Wirtschaftsstandort mit einem Güterumschlag von rund 3 Millionen vorgestellt. Der Aschaffenburger Hafen kann sich nicht nur mit der beeindruckenden Größe, sondern auch als wichtiger Arbeitgeber rühmen.

JU-Vorsitzende Anna-Victoria Hajek
Mit einer guten Präsentation wurden im Gespräch mit Wolfgang Filippi, Gerhard Eck und Winfried Bausback Branchentrends, Geschäftsmodelle, Produktportfolio und mehr angesprochen. Auch Investitionen stellen einen wichtigen Bestandteil der erfolgreichen Entwicklung des Hafens dar. Dabei blickt der Hafenleiter schon auf die bevorstehenden Tendenzen, dass der Ölumschlag nicht mehr zentrales Umschlagsgut bleiben wird, sondern andere Energiestoffe in den Mittelpunkt rücken werden.
Im Anschluss an das Gespräch wurde eine Hafenrundfahrt mit der Besichtigung der Entwicklungsflächen organisiert. Dabei konnte die Gruppe einen guten Eindruck über die Größe und Vielfältigkeit des Hafens gewinnen. Anschließend stellte die Werksbesichtigung der Firma Pollmeier eine kleine Attraktion dar. Als größtes Buchensägewerk beliefert sie die ganze Welt, konzentriert sich dennoch auf nachhaltige Volkswirtschaft. Als Beispiel dafür wird genannt, dass Buchenholz nur aus der Region im Umkreis von rund 250 Kilometern bezogen wird. Zum Abschluss wird mit einem Rundgang durch die Werkhalle, ein Einblick über die beachtliche Größe und Tätigkeiten der Maschinen und Mitarbeiter vermittelt.

Auch der Staatssekretär schien am Ende der Hafenbesichtigung beeindruckt und die Meinung von Winfried Bausback im Bezug auf den Erhalt wichtiger Industriestrukturen einer Stadt ist spätestens nach dem Besuch nachvollziehbar.

Anna Victoria Hajek, JU-Vorsitzende AB-Stadt

Wirtschaftsgespräch: Chancen der bayrischen Metropolregion

Selbst wichtige Sportereignisse des Tages konnten Interessenten nicht davon abhalten, das Wirtschaftsgespräch mit Dr. Otto Wiesheu und Winfried Bausback zu besuchen. Dem Publikum wurde schon mit der Begrüßung von Winfried Bausback ein Rundumpaket Wirtschaft aus kommunaler Sicht geboten. Die prägnante Einleitung wies die Zuhörer in die Verkehrsproblematik und Innovationsdefizite. Dabei positionierte sich Winfried Bausback klar dafür erst Schulen und Straßen zu sanieren und erst dann weitere Projekte zu finanzieren. Dr. Otto Wiesheu, ehemalige Bayerischer Wirtschaftsminister knüpfte mit makroperspektivischen Ausführungen an.

JU-Vorsitzende Anna-Victoria Hajek
Der Wohlstand einer Gesellschaft hinge von ihrer Produktionsstärke und nicht allein von Dienstleistungen ab. Die Erfahrungen der Wirtschaftskrisen haben gezeigt, dass industrielle Stärke sich auszeichnet. Dabei ist Innovation wichtig, jedoch in Kombination mit der Förderung bestehender Strukturen. So kann Deutschland sich auch weiterhin mit einem starken industriellen Mittelstand auszeichnen.

Im zweiten Punkt bezieht sich Dr. Wiesheu auf das Kreditwesen. Zunächst zeigte er einige Punkte der Entwicklung der Wirtschaftskrise und der Kreditklemme auf und kommt zu dem Fazit, dass lediglich mehr Transparenz in der Wirtschaft das Problem lösen könnte. Dadurch könnte man „Derivate“ und schlechte Wertpapiere nachhaltig regeln.

Im Bezug auf die Entwicklung einer kommunalen Ebene betont der ehemalige Bayerische Wirtschaftsminister, dass eine gute Infrastruktur essentiell für das Fortbestehen ist. Lärm und Schadstoffemissionen können nur durch technologische Innovationen verbessert werden und nicht durch zahlreiche Klagen. Nur eine gut ausgebaute Industrie kann sich im internationalen Markt etablieren.

Diese technologischen Innovationen können nur durch die gezielte Förderung von Nachwuchskräften erreicht werden. Ein gutes Zeichen für Deutschland sei die geringe Jugendarbeitslosigkeit, vor allem im Vergleich zu den 20% in Frankreich und 40% in Spanien. Das duale Ausbildungssystem, welches in allen geplanten Standorten durchgebracht wurde, trägt eine große Rolle zur Qualität eines Standortes bei. Denn nur wenn Leute an ihre Heimatregion angebunden bleiben, so Dr. Wiesheu, führt das zur Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes.

Im Anschluss wurde eine produktive Diskussion geführt, in deren Verlauf ein breites Spektrum an Themen abgedeckt wurden und Dr. Wiesheu offen gebliebene Fragen ausführlich beantworten konnte. Er schloss die gelungene Veranstaltung mit dem Wunsch, dass jemand sich um Aschaffenburg kümmert, der wirtschaftlich denkt und somit die wirtschaftliche Struktur behalten werden kann, Jugend gefördert wird und Wirtschaftskrisen gestärkt bewältigt werden.
Anna Victoria Hajek, JU-Vorsitzende AB-Stadt

„Steter Tropfen höhlt den Stein“

Der An- und Neubau der Mittagsbetreuung an der Hefner-Alteneck-Schule ist nach langem Warten endlich abgeschlossen. Die neue Mensa bietet für die Schülerinnen und Schüler einen Speisesaal mit 80 Plätzen, eine neue Küche mit Speiseausgabe und Raum für die Mittagbetreuung. Dies wurde am letzten Freitag in Anwesenheit zahlreicher Gäste gefeiert. Dabei ist untergegangen, dass die Stadtver-waltung entgegen vorheriger Zusagen den Umbau bzw. Ausbau der Mensa in ihrem Haushaltsentwurf eigentlich gar nicht vorgesehen hatte. Erst auf weitere Initiative des Fördervereins der Hefner-Alteneck-Schule und auf entschiedenen Antrag der CSU-Stadtratsfraktion mit Unterstützung von Bür-germeister Werner Elsässer wurde das Vorhaben doch noch in den Haushalt 2011 eingestellt und konnte dann auch zeitnah umgesetzt werden. Die Kosten für die Maßnahme belaufen sich auf etwa 350.000 €. Wir freuen uns mit der Schulleitung und dem Förderverein über den gemeinsamen Erfolg.

Thomas Gerlach, Stadtrat

CSU setzt höhere Schulinvestitionen durch

Bei den Beratungen zum Haushalt 2012 ist es der CSU Fraktion gelungen, die Investitionen für die Schulgebäude deutlich zu erhöhen.

Als Planungskosten für die drei dringendsten Sanierungsfälle Berufsschule, Schönbergschule und Kronberg-Gymnasium kann nun eine volle Million Euro für das Jahr 2012 bereitgestellt werden. Nach den Worten des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Winfried Bausback ist dies ein großer Erfolg, da bislang nur die Berufsschule alleine für eine Sanierungsplanung vorgesehen war. Für unaufschiebbare Sanierungsaufgaben, wie sie in der Schulumfrage der Fraktion auch für andere Schulen deutlich geworden sind, steht nun nach den Worten von Winfried Bausback eine weitere Million bereit.

Der von der CSU erreichte Mehraufwand von 1,5 Mio Euro soll durch den Verkauf des alten Jugendherberggeländes in der Beckerstraße gedeckt werden. Dies ist kein Verzehr von Tafelsilber, da der Erlös wieder in Investitionen fließt und damit vorhandene Sachwerte erhalten werden. Die Frage, ob trotz des neuen Jugendhotels auch noch eine Jugendherberge benötigt wird, bleibt offen. Der Verkauf des alten Grundstückes schließt einen eventuellen Bau an anderer Stelle jedenfalls nicht aus. Als weiteren CSU-Erfolg bezeichnete Winfried Bausback die Aufnahme höherer Mittel in den Schulinvestitionsplan und in die mittelfristige Finanzplanung. Die damit erzielte Selbstbindung der Verwaltung wird eine falsche Prioritätensetzung in Luxusprojekte in den kommenden Jahren erschweren.

Auf Antrag der CSU konnten hier 3 Mio zusätzlich vorgesehen werden. Ziel der CSU ist es, Sanierungsfälle zu vermeiden, in dem notwendige Reparaturen immer sofort vorgenommen werden, so wie es jeder privat zuhause macht. Dies kommt nach Meinung der Fraktion auf Dauer billiger, als die Generalsanierung abzuwarten. Für die Berufschule, die Schönbergschule und das Kronberg-Gymnasium kommt diese Überlegung allerdings zu spät. Hier ist die Sanierung unumgänglich. Nach dem bisherigen Vorgehen der Verwaltung würde ein realistischer Zeitplan Jahrzehnte umfassen.

Nach Meinung von Winfried Bausback darf man das den Schülern nicht zumuten, die dann großenteils in ihrer Schulzeit nicht in den Genuss der Sanierung kommen würden. Die CSU Fraktion hat deswegen auch verlangt, dass die Verwaltung Modelle prüft, nach denen schnell gebaut wird und anschließend nur die Abfinanzierung erfolgt. Das Beispiel der neuen Fachoberschule und Berufsoberschule auf dem Bahngelände zeigt, dass dies erfolgreich machbar ist. Das Ergebnis der Haushaltsberatungen steht noch unter dem Vorbehalt, dass auch das Plenum am 13. Februar zustimmt.

CSU-Stadtratsfraktion
Peter Schweickard
Fraktionsvorsitzender

Öffnung von Schulsporthallen auch an Wochenenden und in den Ferien

Von Vereinsvertretern wird beklagt, dass ein Mangel an Trainingsmöglichkeiten in den Sporthallen und auch Lehrschwimmbecken der Schulen besteht. Insbesondere wird moniert, dass an Wochenenden wie auch in den Schulferien die Hallen und Einrichtungen üblicherweise geschlossen bleiben.

Es ist nicht einzusehen, dass teure Sportanlagen trotz der Nachfrage von Vereinen nur an 2/3 der zur Verfügung stehenden Tagen des Jahres genutzt werden können. Das Argument, dass die Hausmeister zu diesen Zeiten keinen Dienst leisten, weist auf die Notwendigkeit hin, ein geeignetes Organisationsmodell zu finden. Auf Initiative von Ober-bürgermeisterkandidat Winfried Bausback hat die CSU-Stadtratsfraktion bei der Stadtver-waltung beantragt, geeignete Wege aufzuzeigen, wie die Sporteinrichtungen auch an Wo-chenenden und während der Schulferien zur Verfügung gestellt werden können.

Hierzu sind folgende Organisationansätze zu überprüfen: Im Hinblick auf die Möglichkeit moderner Schließanlagen ist die ständige Anwesenheit eines verantwortlichen Hausmeisters während der Trainingszeiten nicht zwingend erforderlich. Insoweit ist zu prüfen, ob über ein abzuzeichnendes Protokoll den Vereinen ohne Zwischenkontrolle durch einen Hausmeister die Räumlichkeit übergeben werden kann. Soweit eine Endkontrolle notwendig ist, kann diese ggf. durch einen beauftragten Mitarbeiter des Ordnungsdienstes oder einer Schließfirma vorgenommen werden. Zu prüfen ist auch, ob über den Einsatz von Ehrenamtlichen oder Teilzeitkräften die Öffnung zu den genannten Zeiten ermöglicht werden kann.

Betroffene Vereine und Verbände werden gebeten, ihre Erfahrungen und Anregungen mitzu-teilen. Als Ansprechpartner stehen zur Verfügung: Winfried Bausback unter info@winfried-bausback.de oder Thomas Gerlach unter gerlach@csu-schweinheim.de.

Thomas Gerlach, Ortsvorsitzender

Rundgang durch Stiftskirche, Kreuzgang und Maria-Schneekapelle

Die CSU Schweinheim bietet unter der bewährten Führung von Klaus F. Brox am

Freitag, 30. Dezember 2011, um 15.00 Uhr

eine Besichtigung der Stiftskirche an. Treffpunkt ist am Stiftsbrunnen. Bewundern Sie während Ihres Besuches der Stiftskirche große Kunstschät-ze wie das ottonische Kruzifix, den spätromanischen Kreuzgang und die 1516 erbaute Maria-Schnee-Kapelle. Diese und weitere Kunstwerke aus verschiedenen Jahrhunderten dokumentieren 1000 Jahre Geschichte des Stiftes St. Peter und Alexander. Ein weiterer Höhepunkt sind Gemälde aus der Werkstatt von Lukas Cranach d. Ä. und von Matthis Gothart-Nithart, ge-nannt Grünewald.

Interessierte sind zur Kirchenführung herzlich eingeladen. Gönnen Sie sich kurz vor dem Jah-reswechsel ein wenig Zeit, um in nachweihnachtlicher Stimmung die „Schatzkammer von Aschaffenburg“ näher kennen zu lernen. Die etwa einstündige Führung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Thomas Gerlach, Ortsvorsitzender

Mitgliederehrung der CSU Schweinheim

„Nicht nur moderieren, sondern auch in die Tat umsetzen“ – so die Aufforderung von CSU – Oberbürgermeisterkandidat Dr. Winfried Bausback bei der Versammlung der CSU Schweinheim am letzten Freitag in der „Gutsschänke“. Bei der Darstellung seiner Leitziele „Wofür ich stehe. Was ich als Oberbürgermeister erreichen will“ machte Winfried Bausback deutlich, dass nicht nur Gesprächsrunden („Runde Tische“) gebildet, sondern auch Entscheidungen getroffen werden müssen.

Zuvor blickte der Ortsvorsitzende der CSU Schweinheim, Stadtrat Thomas Gerlach, auf die Aktivitäten des Ortsverbandes zurück. Im wahlkampffreien Jahr 2011 hatte sich der Ortsverband zum Ziel gesetzt, die Mitglieder verstärkt in die Ortsverbandsarbeit einzubeziehen wie auch eine breite Bürgerbeteiligung zu pflegen. Auftakt war eine Mitgliederumfrage, um Anregungen und neue Ideen für die politische Arbeit zu erhalten. Infostände und Bürgerumfragen, wie etwa zur Verkehrsberuhigung, wurden durchgeführt. Immerhin, so Thomas Gerlach, sei der schon im Oktober 2010 von der CSU gestellte Antrag, den Lkw-Durchgangsverkehr aus Schweinheim herauszuhalten, teilweise verwirklicht. Allerdings müsse das jetzt verfügte Durchfahrtsverbot für Lastkraftwagen auch regelmäßig kontrolliert werden. Allein das Aufstellen von Verbotsschildern reiche nicht aus, pflichtete Winfried Bausback den Ausführungen des Ortsvorsitzenden bei. Eine bereits vor Monaten gestellte Anfrage zur tatsächlichen Verkehrssituation in Schweinheim habe die Stadtverwaltung bislang nicht beantwortet. Konkrete Zahlen zu den Verkehrsmengen und zum Verkehrsgeschehen als Grundlage für weitere Entscheidungen seien immer noch nicht vorgelegt worden.

Besonders ärgerlich sei auch die mangelnde Bürgerbeteiligung bei der Ausweisung des ehemaligen Standortübungsplatzes als Naturschutzgebiet. Hier seien die Interessen der Bürger nicht ernst genommen worden, so Winfried Bausback. Die Verwaltung hätte den Stadtrat und die Bürger vorher richtig informieren müssen. Der Oberbürgermeisterkandidat: „Es gibt zwar viele runde Tische und Leitpläne, die Frage aber ist, ob diese Beteiligung wirklich ernst gemeint ist oder nur dann Bürgerbeteiligung genehm ist, wenn das voraus geplante Ergebnis erreicht werden kann“. Der Bürger habe auch Anspruch darauf, dass klarer Wein eingeschenkt wird, wenn etwas nicht oder erst später umgesetzt werden kann. So muss nach Einschätzung von Winfried Bausback der Ausbau des Mainufers derzeit aus Kostengründen zurückgestellt werden. Die Sanierung von Schulen habe eindeutig Vorrang! Wenn jetzt nach einem schon erfolgten Beteiligungsverfahren und der Einholung von drei teuren Gutachten erneut ein Verfahren zum Mainufer eingeleitet werden soll, müssten sich die am bisherigen Verfahren Beteiligten – freundlich gesagt – veräppelt vorkommen. In der kommenden Amtsperiode des Oberbürgermeisters – gewählt wird diesmal für acht Jahre – seien wichtige Aufgaben nicht nur zu moderieren, sondern auch zu erfüllen, wie z.B. die Sanierung aller Schulen. Dies sei auch eine Frage der Gleichbehandlung und der Gerechtigkeit allen Schülern gegenüber.

Der Betrieb des Klinikums müsse den neuen Anforderungen anpasst werden. Die Mobilität aller Bürger, auch der älteren, müsse im Auge behalten werden. Nach Meinung von Winfried Bausback ist kein Gegeneinander, sondern ein Miteinander von Fußgängern, Radfahrern, Nutzern von Bussen und des Individualverkehrs gefragt. Deshalb habe er eine Bürgerumfrage initiiert, damit ein bedarfsgerechtes Mobilitätskonzept erarbeitet werden kann. Wichtig sei, dass neue Perspektiven gesehen und Lösungen erarbeitet werden. Diese dürften aber nicht nur auf dem Papier stehen, sondern müssen dann auch umgesetzt werden. „Wir brauchen in der Stadt einen neuen Wind“, warb Winfried Bausback um Unterstützung für seine Kandidatur bei der im März anstehenden Oberbürgermeisterwahl.

Nach lebhafter Diskussion mit den Versammlungsteilnehmern zur Stadtpolitik konnte Winfried Bausback in seiner Funktion als CSU Kreisvorsitzender noch langjährige Mitglieder für ihre Zugehörigkeit zur CSU ehren: Armin Martin (65 Jahre), Franz Bittenbinder (45 Jahre), Alfons Leeb (40 Jahre) und Reinhard Moraw (25 Jahre). Besonders hervorgehoben wurde das vieljährige Engagement von Alfons Leeb als Stadtrat, Ortsvorsitzender und Schatzmeister. Gesondert gewürdigt wurden Rita Karpf (65 Jahre), Pius Amrhein (40 Jahre) und Horst Sandt (30 Jahre), die an der Ehrung nicht persönlich teilnehmen konnten.

Reinhard Moraw, Schriftführer