Archiv der Kategorie: Ferienprogramm

Freiwillige Feuerwehr – Löschzug 6 – „Feuerwehr zum Anfassen“

„Zur Brandbekämpfung vor!“ hieß es am Freitag unter dem Maibaum.

Unter fachlicher Anleitung von Feuerwehrmännern konnten Kinder, Jugendliche und Erwachsene die Brandbekämpfung mit einem Feuerlöscher üben, mit dem Stahlrohr spritzen und die schwere Schutzkleidung einmal anprobieren. Interessierte haben erfahren welche Ausrüstung in den Fahrzeugen der Feuerwehr mitgeführt wird.

Vom Schaf zur Wolle, vom Vlies zum Faden, vom Handkarren zum HightechTraktor u. a. m. – ein Blick in Vergangenheit und Gegenwart

Wer lebende, auf der Liste der bedrohten Haustierrassen stehende Coburger Fuchsschafe sehen wollte,
wer wissen wollte, wie hochwertige Wolle entsteht und auf einer handbetriebenen Kardiermaschine
gekämmt wird, wie ein Spinnrad funktioniert, wie mit einer Handspindel gearbeitet,
mit Brettchen gewebt und Wolle mit pflanzlichen Farben gefärbt wird, war hier genau richtig. Die Arche
Armin – Christel und Armin Hock und Freunde – zeigten ein Sammelsurium von landwirtschaftlichen
Geräten und traditionellen Handwerkstechniken, auch zum Mitmachen für die ganze Familie. Neben
einer „Kräuterfee“ wurden auch Opa`s Handkarren und verschiedene Traktoren, vom Güldner bis zum
Hightech-Schlepper, präsentiert.

Bei ZF TRW – ein Blick in die Arbeitswelt eines Hightech-Unternehmens

Im Rahmen unseres Ferienprogramms bekamen wir Einblick in die Arbeitswelt eines Hightech-Unternehmens!
Der Standort des Airbag- und Lenkradbauers ZF TRW in
Aschaffenburg kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Bereits 1902 begann die Produktion von Feuerbuchsen für die Eisenbahn. 1948 startete die Herstellung von Lenkrädern. Nach der Übernahme durch Karl Schmidt wurde die Firma unter dem Namen KS-Lenkradwerk ein Begriff in Aschaffenburg. 1993 stieg zunächst Magna ein, drei Jahre später der US-Konzern TRW. In diesem Jahr erfolgte die Übernahme durch ZF Friedrichshafen. Wir hatten die Gelegenheit, hinter die Kulissen einer Weltfirma zu schauen und die Feinheiten des Lenkrad- und Airbagbaus kennenzulernen.

Mit Hammer und Meißel – wie ein Steinmetz arbeitet

Schwer geschafft haben am gestrigen Mittwoch rund 30 Kinder im Rahmen des Ferienprogramms der CSU Schweinheim bei der Steinmetzschule Aschaffenburg unweit des Schlosses Johannisburg. Da noch kein Meister vom Himmel gefallen ist, führte Schulleiterin Ader und Herr Erben, Fachlehrer für Steinbearbeitung, die Besucher mit einem anschaulichen Kurzfilm und einer kleinen Theorieeinheit in die Kunst der Steinmetze ein. In einer praktischen Vorführung vermittelten die Profis, welche Werkzeuge beim Wiederaufbau des Schlosses nach dem 2. Weltkrieg benutzt wurden und wie ein Steinmetz vorgehen muss, um etwa eine Schlossfratze zu fertigen.
Dann ging es auch schon ans Werk! Mit Hammer, Meißel und Feile bearbeiteten die Buben und Mädchen den roten Mainstandstein und den weißen Ytong-Porenbeton. Eine schweißtreibende Tätigkeit bei Temperaturen um die 30 Grad, aber die Kinder waren begeistert bei der Sache und die erwachsenen Besucher konnten die ausgestellten Werke der Steinmetzschule bewundern.
Die Kinder ließen ihrer Kreativität freien Lauf – Tiere wurden gemeißelt, aber auch die Initialen des erfolgreichsten deutschen Fußballvereins erfreuten sich dabei großer Beliebtheit bei der Steinhauerei.

Dem Abfall auf der Spur – ein Blick in die Arbeitswelt beim Recyclinghof

Einen Einblick in die Abläufe des städtischen Entsorgungsbetriebes bekamen zahlreiche Interessierte, die an diesem Ferienprogrammpunkt der CSU Schweinheim teilnahmen. Felix Hagelüken, Meister der Abfallwirtschaft und Straßenreinigung, nahm die Besucher mit auf einen Rundgang über den Recyclinghof, der nicht nur für die Kinder immer wieder Highlights bot.
Hier blieb keine Frage offen: Warum sortieren und verwerten wir eigentlich den Müll? Wie entsorge ich gewisse Gegenstände richtig? Was passiert mit dem Müll auf dem Recyclinghof im Einzelnen? Neben dem großen Abfallsammelfahrzeug, das „erklommen“ werden durfte, bekamen die Besucher Einblick in viele Arbeitsabläufe der Müllverwertung. Besonders interessierte Nachwuchs-Müllwerker kamen im Cockpit der kleinen Kehrmaschine auf ihre Kosten, die ein paar Extrarunden mit den kleinen Besuchern drehte.
Abfallverwertung – keine alltägliches Thema, aber eines, das jeden von uns betrifft. Dieser Besuch auf dem Recyclinghof hat einen interessanten Einblick in die Welt der Abfallverwertung und den Umgang damit gegeben.

Werzberre – Kräuterbüschel – Frauendreißiger

Zur Kräuterführung am letzten Freitag konnte Judith Gerlach, stellvertretende Ortsvorsitzende der CSU Schweinheim, zahlreich erschienene Interessierte begrüßen. Heike Kolb, geprüfte Kräuter,- sowie Natur,-und Landschaftsführerin des Naturpark Spessart führte auf ausgewiesenen Wegen des Naturschutzgebietes „Exerzierplatz Schweinheim“ bis zum ehemaligen Reservistenheim. In schattigen und sonnigen Lagen konnte man die einzelnen Kräuter und deren Standortansprüche kennenlernen.
Die Teilnehmer bekamen Informationen über Verwendungsmöglichkeiten in Küche, Garten oder Haushalt sowie Brauchtum. Zum Abschluss gab es als Stärkung selbst gemachte Wildkräuterknusperstangen sowie Schweinheimer Kräuterlimonade.

Dafür herzlichen Dank an Heike Kolb!

Die „Weinstadt Aschaffenburg“ – letzte Station im Ferienprogramm der CSU-Schweinheim

Zum Abschluss des Ferienprogramms 2012 hat die CSU Schweinheim zu einem Vortrag über die „Weinstadt“ Aschaffenburg eingeladen. Bei schönstem Sommerwetter empfing Peter Schweickard, nicht nur Vorsitzender der CSU-Stadtratsfraktion, sondern auch profunder Kenner der örtlichen Weingeschichte, die zahlreichen Teilnehmer zunächst im Weinberg am Pompejanum, in dem der Aschaffenburger Pompejaner wächst. Bekannt ist dieser Wein vor allem dafür, dass er vom Oberbürgermeister oder Bürgermeister bei besonderen Jubiläen überreicht wird oder bei Empfängen der Stadt zum Ausschank kommt. Weniger bekannt ist, dass die Hälfte des Weinberges der Schlösserverwaltung gehört. Peter Schweickard erzählte von den Mühen des Weinbaus, dem Wachsen und Werden der Reben und dem aufwendigen Weg bis hin zum fertigen Wein.

Im Turmzimmer des Schlosses zeigte Schweickard dann in einem Bildvortrag anhand von alten Ansichten und Dokumenten, dass Aschaffenburg in früheren Jahrhunderten tatsächlich eine Weinstadt war – schon der Hang zwischen Schloss und Mainbrücke zeigte sich als geschlossene Rebfläche. Alleine in der damals noch selbständigen Gemeinde Schweinheim umfasste der Weinbau noch 1796 die bedeutende Fläche von rund 40 Hektar. Im heutigen Stadtgebiet dürften es weit mehr als 100 Hektar gewesen sein. Zwischen Schweinheim und Obernau sind heute noch teils gewaltige Anlagen von Weinbergmauern und Treppenanlagen zu sehen, die Schweickard anhand von Fotoaufnahmen vorstellte.

Der Vortrag gewährte auch einen Blick in den Keller der alten Burg, der 1982 bei Grabungsarbeiten im Schlosshof kurz zugänglich war. Interessante Dokumente belegten, dass es auch nach 1552, also in der Zeit, als die Burg zerstört und das Schloss noch nicht erbaut war, höfisches Leben und eine lebendige Weinkultur in Aschaffenburg gab. Der Keller des neuen Schlosses, das 1614 fertiggestellt wurde, war so eindeutig dem Wein gewidmet, dass der Baumeister Georg Ridinger in seinen Kupferstichplänen sogar die Weinfässer detailliert einzeichnete.

Erst durch die beginnende Industrialisierung wurde der Weinbau vernachlässigt, und dies so stark, dass der letzte Kurfürst, Karl Theodor von Dalberg 1804 für Verbesserungsvorschläge einen Preis aussetzte und später sogar Prämien für Neuanlagen zahlen ließ. Nach einem kurzen Aufschwung kam die Weinkultur in Aschaffenburg aber gegen Ende des 19. Jahrhunderts, nicht zuletzt durch die auftretende Reblausplage, praktisch zum Erliegen. Eine kleine Renaissance gab es erst wieder ab 1950, als zunächst der Staat und dann auch die Stadt am Pompejanum wieder die ersten Weintrauben pflanzen ließen. Später kam noch der Godelsberg und der Badberg hinzu – der gesamte Weinbau umfasst heute aber gerade mal einen Hektar – verschwindend wenig gegenüber dem, was einst an Reben vorhanden war. Eine Weinverkostung rundete den hervorragenden Vortrag von Peter Schweickard ab.

Thomas Gerlach, Ortsvorsitzender