Ferienprogramm

Werzberre – Kräuterbüschel – Frauendreißiger

Zur Kräuterführung am letzten Freitag konnte Judith Gerlach, stellvertretende Ortsvorsitzende der CSU Schweinheim, zahlreich erschienene Interessierte begrüßen. Heike Kolb, geprüfte Kräuter,- sowie Natur,-und Landschaftsführerin des Naturpark Spessart führte auf ausgewiesenen Wegen des Naturschutzgebietes „Exerzierplatz Schweinheim“ bis zum ehemaligen Reservistenheim. In schattigen und sonnigen Lagen konnte man die einzelnen Kräuter und deren Standortansprüche kennenlernen.
Die Teilnehmer bekamen Informationen über Verwendungsmöglichkeiten in Küche, Garten oder Haushalt sowie Brauchtum. Zum Abschluss gab es als Stärkung selbst gemachte Wildkräuterknusperstangen sowie Schweinheimer Kräuterlimonade.

Dafür herzlichen Dank an Heike Kolb!

Die „Weinstadt Aschaffenburg“ – letzte Station im Ferienprogramm der CSU-Schweinheim

Zum Abschluss des Ferienprogramms 2012 hat die CSU Schweinheim zu einem Vortrag über die „Weinstadt“ Aschaffenburg eingeladen. Bei schönstem Sommerwetter empfing Peter Schweickard, nicht nur Vorsitzender der CSU-Stadtratsfraktion, sondern auch profunder Kenner der örtlichen Weingeschichte, die zahlreichen Teilnehmer zunächst im Weinberg am Pompejanum, in dem der Aschaffenburger Pompejaner wächst. Bekannt ist dieser Wein vor allem dafür, dass er vom Oberbürgermeister oder Bürgermeister bei besonderen Jubiläen überreicht wird oder bei Empfängen der Stadt zum Ausschank kommt. Weniger bekannt ist, dass die Hälfte des Weinberges der Schlösserverwaltung gehört. Peter Schweickard erzählte von den Mühen des Weinbaus, dem Wachsen und Werden der Reben und dem aufwendigen Weg bis hin zum fertigen Wein.

Im Turmzimmer des Schlosses zeigte Schweickard dann in einem Bildvortrag anhand von alten Ansichten und Dokumenten, dass Aschaffenburg in früheren Jahrhunderten tatsächlich eine Weinstadt war – schon der Hang zwischen Schloss und Mainbrücke zeigte sich als geschlossene Rebfläche. Alleine in der damals noch selbständigen Gemeinde Schweinheim umfasste der Weinbau noch 1796 die bedeutende Fläche von rund 40 Hektar. Im heutigen Stadtgebiet dürften es weit mehr als 100 Hektar gewesen sein. Zwischen Schweinheim und Obernau sind heute noch teils gewaltige Anlagen von Weinbergmauern und Treppenanlagen zu sehen, die Schweickard anhand von Fotoaufnahmen vorstellte.

Der Vortrag gewährte auch einen Blick in den Keller der alten Burg, der 1982 bei Grabungsarbeiten im Schlosshof kurz zugänglich war. Interessante Dokumente belegten, dass es auch nach 1552, also in der Zeit, als die Burg zerstört und das Schloss noch nicht erbaut war, höfisches Leben und eine lebendige Weinkultur in Aschaffenburg gab. Der Keller des neuen Schlosses, das 1614 fertiggestellt wurde, war so eindeutig dem Wein gewidmet, dass der Baumeister Georg Ridinger in seinen Kupferstichplänen sogar die Weinfässer detailliert einzeichnete.

Erst durch die beginnende Industrialisierung wurde der Weinbau vernachlässigt, und dies so stark, dass der letzte Kurfürst, Karl Theodor von Dalberg 1804 für Verbesserungsvorschläge einen Preis aussetzte und später sogar Prämien für Neuanlagen zahlen ließ. Nach einem kurzen Aufschwung kam die Weinkultur in Aschaffenburg aber gegen Ende des 19. Jahrhunderts, nicht zuletzt durch die auftretende Reblausplage, praktisch zum Erliegen. Eine kleine Renaissance gab es erst wieder ab 1950, als zunächst der Staat und dann auch die Stadt am Pompejanum wieder die ersten Weintrauben pflanzen ließen. Später kam noch der Godelsberg und der Badberg hinzu – der gesamte Weinbau umfasst heute aber gerade mal einen Hektar – verschwindend wenig gegenüber dem, was einst an Reben vorhanden war. Eine Weinverkostung rundete den hervorragenden Vortrag von Peter Schweickard ab.

Thomas Gerlach, Ortsvorsitzender

Ferienprogramm mit dem BRK

Im Rahmen des Ferienprogramms der CSU Schweinheim führte das Bayerische Rote Kreuz am letzten Samstag die interessierten Teilnehmer in die Arbeitswelt der Ret-tungsdienste ein.
Der Leiter der BRK-Bereitschaft Frank Lehmer stellte gemeinsam mit seinem Kolle-gen Marcel Knauft die Funktionsabläufe in einem Rettungswagen dar. Fragen über den Ablauf eines Rettungsdiensteinsatzes, von der Erstversorgung am Notfallort über das Zusammenspiel von Rettungsassistenten und Notarzt bis zur Ankunft im Kranken-haus, wurden sehr informativ beantwortet.

Die Rettungshundegruppe der BRK-Bereitschaft Aschaffenburg-Obernau unter Füh-rung des Staffelleiters Bernd Knecht informierte unter Assistenz der Hundeführer Dominik Straßer und Andrew Holzke über die Ausbildung und die Einsatzmöglichkei-ten eines Rettungshunde-Teams. Im Bedarfsfall wird die Rettungshundestaffel alar-miert und kann mit 5 Rettungshunden ein Gebiet bis zu 8 km² absuchen.

Michael Szuskiewicz und Kristine Bernhard von der Bergwacht Mespelbrunn prä-sentierten anhand von Rettungsgeräten sehr anschaulich die Aufgaben und Leistungs-fähigkeit der Bergwacht. Neben der Rettung von Personen aus unwegsamem Gelände wirkt die Bergwacht auch an der Suche von vermissten Personen mit und ist u. a. auch als Naturschutzwacht aktiv.

Thomas Gerlach, Ortsvorsitzender

Die „Werzberre“ – nicht nur ein alter Brauch

Im Rahmen des Ferienprogramms der CSU Schweinheim wurde am Tag vor Mariä Himmelfahrt eine sehr informative Kräuterführung angeboten. Wegen der großen Teilnehmerzahl wurden zunächst vier Gruppen gebildet, die bei fachkundiger Begleitung von Heike Kolb, Christel Hock, Erika Thümmel und Karin Reichert die Aufgabe hatten, bestimmte Kräuter zu suchen und zu sammeln.

Die Gruppen trafen dann wieder zusammen, um die gesammelten Kräuter zu den „Werzberren“ zu binden. Zuvor informierte die geprüfte Kräuterführerin Heike Kolb über die Geschichte und die aktuelle Bedeutung der Heilkräuter. Nach altem Volksglauben haben die Kräuter eine mehrfache Heilwirkung, sollen z. B. auch gegen Blitzschlag und Krankheit bei Tieren helfen. Jedenfalls brachte das Suchen, Sammeln und Bestimmen der Heilkräuter in der Schweinheimer Flur zum Bewusstsein, was die Natur trotz aller Veränderungen auch heute dem „modernen“ Menschen bietet.

Thomas Gerlach, Ortsvorsitzender

Nachlese Ferienprogramm

Besichtigung der Polizei Aschaffenburg – Magnet für Kinder
Besonders für Kinder hatte die Polizeiinspektion Aschaffenburg die Führung im Rahmen unseres Ferienprogramms angelegt. So freuten sich die zahlreichen Kinder vieles über die Arbeit der Polizei Aschaffenburg erfahren zu können. Die Polizei gewährte interessante Einblicke in den Dienst der Beamten und die Ausstattung unserer Aschaffenburg Polizeiinspektion. Einige Kinder „mussten“ sogar einmal für einen Augenblick in einer Arrestzelle einsitzen.
Die Bilder unseres Ferienprogrammes (Besichtigung Theater, Fa. Linde, Feuerwehr und Polzei)